„Market in“ und “Product-out“ – Hat Ihr Unternehmen die Wünsche der Kunden im Fokus?

Sarah Sönnichsen | 13. April 2021

Ein lebendiges Wesen, das sich der Umwelt nicht anpassen kann, stirbt aus. Auch ein Unternehmen ist ein Organismus, welches von seiner Umwelt abhängig ist. Wenn es dem starken und rasanten Wandel des Marktes nicht mehr folgen kann, wird es vom Markt verschwinden. Die Rahmenbedingungen haben sich schon lange grundlegend geändert und es reicht nicht mehr aus nur etwas zu produzieren und anschließend zu fragen, wer es kauft. Auf dem Markt gibt es immer mehr Produkte mit ähnlichen Ausstattungen, sodass die Erfüllung von speziellen Wünschen der Kundschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt und entscheidend für den Wettbewerb ist. Wer als erstes den Wunsch der Kund*innen bedient, macht das Geschäft. Unsere Wirtschaft ist noch stark durch den Beginn der Pandemie geprägt und die Chance des Überlebens wird vor dem Hintergrund der wachsenden ausländischen Konkurrenz für deutsche Unternehmen immer geringer. 

Der Trend zum „Market in“, dass die Unternehmen den Kund*innen immer stärker in das Zentrum Ihrer Bemühungen stellen, gewinnt zunehmend an Bedeutung, aber es wird längst noch nicht von vielen Firmen wirklich gelebt und umgesetzt. „Product out“, das einfache Produzieren auf Masse und die anschließende Vermarktung ist immer noch überwiegend. In Japan hingegen sieht das bereits seit Jahrzenten sehr konträr aus und die Kundschaft ist maßgeblich das Zentrum eines jeden Unternehmens. 

Das zukünftige Überleben einer Firma wird mit der Zunahme der Globalisierung immer schwieriger und schließlich auf drei maßgebliche Anforderungen hinauslaufen: 

Produktvielfalt 
Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Kund*innen nehmen immer mehr zu, weshalb die Produkte immer weiter spezialisiert werden und die Produktpalette immer diverser wird.

Kleine Mengen 
Da sich die Größe des Marktes wenig verändert und die Produktvielfalt steigt, impliziert dies immer kleinere Mengen, da das Volumen einer einzelnen Produktgruppe sinkt.

Kundenfokus
Das Unternehmen muss seine gesamte Strategie auf die Kund*innen auslegen und deren individuellen Wünsche, um sich von der breiten Masse abzuheben.

In Deutschland ist man sich zwar bewusst, dass ein Wandel unvermeidlich ist, jedoch wagt kaum jemand wirklich Veränderungen zu probieren. Noch viel zu oft wird Dienstleistung in Deutschland mit McDonalds gleichgesetzt und nicht als das operative Eingehen auf die Wünsche der Kunden gesehen. In der Produktion von Waren werden in Zukunft mit der fortschreitenden Technologie immer weniger Menschen gebraucht und die meisten Unternehmen entlassen womöglich Mitarbeiter*innen aus der Produktion, anstatt den Service ihres Unternehmens auszubauen. Genau dort liegen die Gewinnchancen und Arbeitsplatzreserven, die leider zu oft noch überhaupt nicht gesehen, geschweige denn genutzt werden. Auf dem Weg zur Dienstleistungsgesellschaft ist Deutschland leider noch ein Entwicklungsland. 

Wenn auch Sie das Gefühl haben, dass Ihr Unternehmen noch Potenzial in der Ausrichtung hin zur Kundschaft hat oder sie mit aktuellen Veränderungen große Herausforderungen haben, kontaktieren Sie mich gerne für ein unverbindliches Erstgespräch oder schreiben Sie unserem Verein direkt. 


Von Sarah Sönnichsen